
Inhouse-Seminar elektrische Prüfungen
DIN-VDE-Messungen und DGUV V3 als vollständigen Prüfprozess trainieren
Das Seminar führt von Sichtprüfung und Messplanung über Plausibilisierung und Mangelbewertung bis zu einem Protokoll, das technische Entscheidungen tatsächlich trägt.
Fachlicher Quellenstand: August 2026
Prüfkompetenz für den betrieblichen Fall
Teilnehmende üben den Weg zur Aussage, nicht nur die Reihenfolge am Messgerät
Format und Tiefe richten sich nach Anlagenarten, Prüfanlässen, vorhandenen Verfahren und Rolle der Teilnehmenden. Eigene Protokolle und typische Mängel können als anonymisierte Fallgrundlage dienen.
Prüfschritte werden auswendig gelernt
Warum ein Verfahren gewählt wird und welche Schutzfunktion es beurteilt, bleibt hinter der Routine verborgen.
Messwerte werden isoliert betrachtet
Sichtbefund, Erprobung, Anlagendaten und gegenseitige Plausibilisierung fließen nicht in die Bewertung ein.
Seminar endet ohne Betriebsbezug
Vorlagen, Rollen, Mangelweg und Nachprüfung des Auftraggebers bleiben nach dem Termin unverändert.
Vom Seminarauftrag zum verwertbaren Prüf- und Transferpaket
Transfer nach dem Inhouse-Termin
- Betriebliche Prüfanweisung wird auf erkannte Lücken und missverständliche Entscheidungspunkte kontrolliert.
- Protokollfelder werden so angepasst, dass Anlagenbezug, Befund und Folgemaßnahme eindeutig bleiben.
- Wiederkehrende Messfehler fließen in kurze Praxisübungen und gerätebezogene Hinweise zurück.
- Unklare Rollen zwischen Auftrag, Durchführung, Bewertung und Freigabe werden organisatorisch geklärt.
- Ein vereinbarter Review prüft später, ob Dokumentation und Mangelbearbeitung tatsächlich besser funktionieren.
Arbeitsablauf
- 1
Zielrollen, Anlagen und heutige Prüfpraxis erfassen
- 2
Lernziele und sichere Praxisfälle auswählen
- 3
Prüfweg in Theorie, Demonstration und Fallarbeit trainieren
- 4
Dokumentation und betrieblichen Transfer abschließen
Beteiligte Rollen
- auftraggebende technische Leitung
- Elektrofachkräfte und betriebliches Prüfpersonal
- verantwortliche Elektrofachkraft
- Arbeitsschutz, Instandhaltung oder Qualitätsfunktion
- Dozent und gegebenenfalls verantwortliche Übungsaufsicht
Benötigte Eingaben
- Teilnehmerrollen und vorhandenes Vorwissen
- Anlagenarten und konkrete Prüfanlässe
- betriebliche Prüfanweisungen und Protokollmuster
- eingesetzte Messgeräte und bekannte Fehlerbilder
- sichere Übungsumgebung, Dauer und Transferziel
Klare Grenzen
- das Seminar bestellt oder zertifiziert keine prüfende Person und ersetzt keine Prüfung ihrer persönlichen Qualifikation
- ein Seminarfall ist keine reale Anlagenprüfung und begründet keine Freigabe oder Prüfplakette
- betriebliche Prüffristen, Gefährdungsbeurteilung und Verantwortungsorganisation müssen vom Arbeitgeber festgelegt werden
Arbeitsprobe
Musterartefakt: Inhouse-Prüfpraxis-Transferplan
Der Plan verbindet Lernergebnis, betrieblichen Befund und konkrete Änderung nach dem Seminar.
- Zielrolle und Prüfaufgabe
- beobachtbares Lernergebnis
- Praxisfall und Bewertungskriterium
- Anpassung an Ablauf oder Protokoll
- Owner, Termin und Wirksamkeitscheck
Passende Vertiefungen
Fachwissen DIN VDE und DGUV V3
Regelwerks- und Bewertungslogik vorab einordnen.
Messtechnik-Prüfpraxis
Geräte- und Messfalltraining stärker fokussieren.
DGUV-V3-Prüfung
Eine konkrete Prüfleistung getrennt vom Seminar beauftragen.
Teilnahmenachweise
Lernziel und Teilnahme ohne Befähigungsversprechen dokumentieren.
Primärquellen und Stand
DGUV Vorschrift 3geltende Unfallverhütungsvorschrift für elektrische Anlagen und Betriebsmittel; die DGUV hat 2026 eine grundlegende Überarbeitung angekündigt
DGUV Information 203-072Fachwissen für wiederkehrende Prüfungen elektrischer Anlagen und ortsfester Betriebsmittel
§ 14 BetrSichVPrüfanlässe, Durchführung und Aufzeichnungen für prüfpflichtige Arbeitsmittel
DGUV: Modernisierung der VorschriftenEinordnung des laufenden Überarbeitungsprozesses; die angekündigte Novelle wird nicht als bereits geltendes Regelwerk dargestellt
Prüfseminar auf Ihre Praxis ausrichten
Nennen Sie Teilnehmerrollen, Anlagenarten, Prüfanlässe, vorhandene Protokolle, Messgeräte, typische Fehler und das gewünschte betriebliche Transferergebnis.