Fachbeitrag

GEG 2024: Die 65-Prozent-Regel verändert Beratung und Projektplanung

Das Gebäudeenergiegesetz wird im Alltag oft auf ein Schlagwort reduziert. In der Praxis geht es um Fristen, Übergänge, kommunale Wärmeplanung und objektbezogene Lösungen.

Fachliche Illustration zu GEG 2024: Die 65-Prozent-Regel verändert Beratung und Projektplanung
Fachliche Illustration zu GEG 2024: Die 65-Prozent-Regel verändert Beratung und Projektplanung

SHK / GEBÄUDEENERGIE
GEG 2024: Die 65-Prozent-Regel verändert Beratung und Projektplanung

Das Gebäudeenergiegesetz wird im Alltag oft auf ein Schlagwort reduziert. In der Praxis geht es um Fristen, Übergänge, kommunale Wärmeplanung und objektbezogene Lösungen.

Von Christopher WilmesVeröffentlicht am 20. März 20244 Minuten Lesezeit

Das Gebäudeenergiegesetz wird im Alltag oft auf ein Schlagwort reduziert. In der Praxis geht es um Fristen, Übergänge, kommunale Wärmeplanung und objektbezogene Lösungen.

Einordnung

Für SHK-Fachbetriebe entsteht eine anspruchsvolle Beratungsaufgabe: rechtssicher, technologieoffen und ohne falsche Sicherheit.

Was die Recherche zeigt

Seit 2024 gelten neue Vorgaben für erneuerbares Heizen in Neubauten in Neubaugebieten.

Für Bestandsgebäude greifen Übergänge, die mit kommunaler Wärmeplanung zusammenhängen.

Spätestens ab Mitte 2028 wird die Nutzung von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energie für neue Heizungen verbindlich.

Der fachliche Kern

Vertiefende Illustration zum Thema SHK, Wärme & Gebäudetechnik
Redaktionelle Visualisierung zum Schwerpunkt: SHK, Wärme & Gebäudetechnik

Der entscheidende Punkt für die Praxis liegt nicht in der Überschrift, sondern in der Umsetzung. GEG 2024: Die 65-Prozent-Regel verändert Beratung und Projektplanung berührt Zuständigkeiten, Fristen, technische Mindestanforderungen und die Frage, wie Betriebe, Netzbetreiber oder Betreiber daraus belastbare Prozesse ableiten.

Wer das Thema lediglich als Einzelmeldung liest, unterschätzt seine operative Wirkung. Die relevanten Dokumente und Institutionen schaffen einen Rahmen; die konkrete Arbeit entsteht in Planung, Montage, Prüfung, Kommunikation und Nachweisführung.

Praxisfolgen

• Beratung dokumentieren und Varianten transparent darstellen.

• Wärmeplanung, Gebäudestandard und Netzanschluss gemeinsam prüfen.

• Übergangsregeln nicht als Dauerlösung verkaufen.

Fachliche Illustration zu GEG 2024: Die 65-Prozent-Regel verändert Beratung und Projektplanung
Das Bild macht die Schnittstellen zwischen Gebäude, Wärme, Lüftung und elektrischem Netzanschluss sichtbar.

Ausblick

Für Fachbetriebe und Netzbetreiber wird entscheidend sein, diese Entwicklung nicht nur reaktiv zu begleiten. Wer Standards, Schulung, Dokumentation und Kundenkommunikation früh zusammenführt, senkt Reibungsverluste und gewinnt fachliche Glaubwürdigkeit. Ein werblicher Reflex hilft hier kaum; tragfähig ist eine präzise, überprüfbare Fachkommunikation.

Recherchequellen

• Bundesregierung: Gesetz zum Erneuerbaren Heizen / Gebäudeenergiegesetz: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/neues-gebäudeenergiegesetz-2184942

• BMWSB: Gebäudeenergiegesetz im Überblick: https://www.bmwsb.bund.de/DE/bauen/innovation-klimaschutz/gebäudeenergiegesetz/gebäudeenergiegesetz_node.html

• Bundesministerium: Kommunale Wärmeplanung und Wärmeplanungsgesetz: https://www.bmwsb.bund.de/DE/stadtentwicklung/klimagerechte-stadtentwicklung/kommunale-waermeplanung/kommunale-waermeplanung_node.html

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Vertrauensgrundlage

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Dr.-Ing. Christopher Wilmes verbindet elektrotechnische Fachplanung, Netzbetreiber-/MSB-Praxis und technische Prüfungen. Das Ingenieurbüro besteht seit dem 01.02.2017 und arbeitet entscheidungsorientiert, nachvollziehbar und mit klaren fachlichen Grenzen.

Qualifikation

Dr.-Ing. der Elektrotechnik mit Schwerpunkt auf Energieinfrastruktur, Netzbetrieb, Messstellenbetrieb und anspruchsvollen elektrotechnischen Fragestellungen.

Projektpraxis

Typische Auftraggeber sind Netzbetreiber, Stadtwerke, Messstellenbetreiber, Kommunen, Unternehmen, Bildungsträger und Beteiligte in Schaden- oder Nachweisfragen.

Typische Projektarten

Anschlussbewertung, TAB und §14a, Smart Meter Rollout, PV/Speicher, Ladeinfrastruktur, IT-/OT-Abgrenzung, technische Prüfung und Schulung.

Klare Grenzen

Technische Einordnung, Fachplanung und Schulung ersetzen keine Rechtsberatung, keine Betreiberentscheidung und keine Ausführungsfreigabe ohne Prüfung der konkreten Unterlagen.