
Dozent für sektorengekoppelte Gebäudeenergie
PV, Wärmepumpe, Ladepunkte und Automation als ein elektrisches System vermitteln
Das Lehrformat macht sichtbar, wie Leistung, Netzanschluss, Messung, Steuerung, Betrieb und Nutzeranforderung über Gewerke hinweg zusammenwirken.
Fachlicher Quellenstand: August 2026
Schnittstellenkompetenz statt Produktfolie
Die entscheidenden Fragen liegen zwischen Erzeugung, Verbrauch, Steuerung und Netz
Teilnehmende lernen Anlagen nicht isoliert zu betrachten. Sie entwickeln aus Lastgang, Anschlussleistung, Betriebsfällen und technischen Randbedingungen ein erklärbares Gesamtkonzept.
Komponenten werden einzeln erklärt
PV, Speicher, Wärmepumpe und Ladeinfrastruktur erscheinen kompatibel, ohne gleichzeitige Betriebsfälle zu prüfen.
Steuerung bleibt ein Schlagwort
§14a, Energiemanagement, Prioritäten, Messwerte und Rückfallebene werden nicht in eine konkrete Funktionslogik übersetzt.
Gewerke teilen keine Übergabe
Elektro, TGA, IT, Betreiber und Netzanschluss verwenden unterschiedliche Annahmen und Dokumente.
Vom Zielpublikum zum anwendbaren Systemverständnis
Betriebsfälle, die das System verständlich machen
- Winterabend mit Wärmepumpe, Fahrzeugladung und begrenzter verfügbarer Anschlussleistung gemeinsam bewerten; Komfortziel, Ladebedarf und Netzgrenze bleiben dabei getrennt sichtbar.
- PV-Überschuss zwischen Speicher, Fahrzeug, Wärme und Einspeisung nach transparenten Zielen priorisieren.
- Kommunikationsausfall des Energiemanagements mit sicherer lokaler Rückfallebene fachlich durchspielen.
- Messwerte und Schaltzustände für Betrieb, Abrechnung und technische Fehlersuche auseinanderhalten.
- Spätere Erweiterung bereits in Leistung, Verteilung, Datenpunkten und Betreiberunterlagen sichtbar berücksichtigen.
Arbeitsablauf
- 1
Zielgruppe, Vorwissen und gewünschte Handlung klären
- 2
Systemgrenzen und typische Betriebsfälle auswählen
- 3
Modelle, Fallwerkstatt und Quellenmodul durchführen
- 4
Transferergebnis und offene Fachprüfungen dokumentieren
Beteiligte Rollen
- Planer und Elektrofachbetriebe
- TGA-, Gebäudeautomations- und Energiemanagementteams
- Betreiber, Facility Management und Flottenverantwortliche
- Netzanschluss- und Messwesenrollen
- Bildungsträger, Kammern und Akademien
Benötigte Eingaben
- Zielgruppe und vorhandenes Kompetenzniveau
- gewünschte Anlagenkombinationen und Leistungsklassen
- regionale Netzanschluss- und TAB-Bezüge
- vorhandene Pläne, Messkonzepte oder Praxisfälle
- Format, Dauer und erwartetes Transferprodukt
Klare Grenzen
- das Lehrformat ersetzt keine standortbezogene Elektrofachplanung, Netzverträglichkeitsprüfung oder Betreiberfreigabe
- Produkt- und Herstellerangaben werden als projektspezifische Eingaben behandelt, nicht als allgemeingültige Auslegung
- Teilnahme begründet keine Installations-, Prüf- oder Schaltberechtigung und keine gesetzliche Qualifikation
Arbeitsprobe
Musterartefakt: Gebäudeenergie-Systemcanvas
Das Canvas hält Anlagen, Betriebsfälle, Leistungsgrenzen, Steuerung und offene Entscheidungen in einem Bild zusammen.
- Zielrolle und Systemgrenze
- Erzeuger, Verbraucher und Speicher
- Anschlussleistung und Gleichzeitigkeit
- Messpunkte, Steuerziele und Rückfall
- Annahme, Prüffrage und Verantwortlicher
Passende Vertiefungen
Seminar Ladeinfrastruktur
Standortplanung, Lastmanagement und Prüfung vertiefen.
PV-Großanlagen-Seminar
Netzanschluss, Schutz und Projektübergaben größerer Anlagen trainieren.
§14a-Fachwissen
Steuerung, Rollen und Nachweise im Zielprozess einordnen.
Messkonzepte
Zählpunkte, Rollen und Datenwege für kombinierte Anlagen entwickeln.
Primärquellen und Stand
§ 14a EnWGgesetzlicher Rahmen für netzorientierte Steuerung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen und Netzanschlüsse
Bundesnetzagentur BK6-22-300Festlegung, Anlagen und Hinweise zur Integration steuerbarer Verbrauchseinrichtungen und Netzanschlüsse
VDE-AR-N 4105:2026-03gültige Anschlussregel für Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz
§ 8 EEGVorgaben zum Netzanschluss von Anlagen und zu den dafür bereitzustellenden Informationen
Systemisches Lehrformat zuschneiden
Nennen Sie Zielgruppe, Vorwissen, Anlagenkombination, typische Leistungsklasse, regionale Bezüge, Format und das gewünschte Transferergebnis.