Dozent PV, Wärmepumpe & E-Mobilität
Christopher Wilmes an einem Ladepark mit Photovoltaiküberdachung

Dozent für sektorengekoppelte Gebäudeenergie

PV, Wärmepumpe, Ladepunkte und Automation als ein elektrisches System vermitteln

Das Lehrformat macht sichtbar, wie Leistung, Netzanschluss, Messung, Steuerung, Betrieb und Nutzeranforderung über Gewerke hinweg zusammenwirken.

  • Photovoltaik
  • Wärmepumpe
  • E-Mobilität
  • Gebäudeautomation

Fachlicher Quellenstand: August 2026

Schnittstellenkompetenz statt Produktfolie

Die entscheidenden Fragen liegen zwischen Erzeugung, Verbrauch, Steuerung und Netz

Teilnehmende lernen Anlagen nicht isoliert zu betrachten. Sie entwickeln aus Lastgang, Anschlussleistung, Betriebsfällen und technischen Randbedingungen ein erklärbares Gesamtkonzept.

Komponenten werden einzeln erklärt

PV, Speicher, Wärmepumpe und Ladeinfrastruktur erscheinen kompatibel, ohne gleichzeitige Betriebsfälle zu prüfen.

Steuerung bleibt ein Schlagwort

§14a, Energiemanagement, Prioritäten, Messwerte und Rückfallebene werden nicht in eine konkrete Funktionslogik übersetzt.

Gewerke teilen keine Übergabe

Elektro, TGA, IT, Betreiber und Netzanschluss verwenden unterschiedliche Annahmen und Dokumente.

Vom Zielpublikum zum anwendbaren Systemverständnis

ArbeitsfeldBearbeitungArbeitsergebnis
Zielrolle und VorwissenPlanung, Ausführung, Vertrieb, Betrieb oder Bildungskontext samt technischer Tiefe und Entscheidungsbedarf bestimmen.Zielgruppen- und Lernzielprofil
Energie- und LeistungsbildErzeugung, Verbrauch, Gleichzeitigkeit, Speicher, Ladebedarf und Betriebsgrenzen in gemeinsamen Szenarien abbilden.System- und Betriebsfallmatrix
NetzanschlussAnschlussleistung, Erzeugungsanlage, steuerbare Verbraucher, TAR, §14a und benötigte Unterlagen fallbezogen ordnen.Netzanschluss-Fallwerkstatt
Messung und AutomationMesskonzept, Sensorik, Datenpunkte, Steuerziele, Prioritäten, Handbetrieb und Störung als Funktionskette erklären.Mess- und Funktionsschema
PraxisübungTeilnehmende bewerten einen Standort, markieren Annahmen, entscheiden Varianten und begründen offene Prüfungen.Bearbeiteter Transferfall
Unterlagen und TransferChecklisten, Quellenstand, Ergebnisvorlage und betriebliche nächste Schritte zielrollengerecht bereitstellen.Seminar- und Transferpaket

Betriebsfälle, die das System verständlich machen

  • Winterabend mit Wärmepumpe, Fahrzeugladung und begrenzter verfügbarer Anschlussleistung gemeinsam bewerten; Komfortziel, Ladebedarf und Netzgrenze bleiben dabei getrennt sichtbar.
  • PV-Überschuss zwischen Speicher, Fahrzeug, Wärme und Einspeisung nach transparenten Zielen priorisieren.
  • Kommunikationsausfall des Energiemanagements mit sicherer lokaler Rückfallebene fachlich durchspielen.
  • Messwerte und Schaltzustände für Betrieb, Abrechnung und technische Fehlersuche auseinanderhalten.
  • Spätere Erweiterung bereits in Leistung, Verteilung, Datenpunkten und Betreiberunterlagen sichtbar berücksichtigen.

Arbeitsablauf

  1. 1

    Zielgruppe, Vorwissen und gewünschte Handlung klären

  2. 2

    Systemgrenzen und typische Betriebsfälle auswählen

  3. 3

    Modelle, Fallwerkstatt und Quellenmodul durchführen

  4. 4

    Transferergebnis und offene Fachprüfungen dokumentieren

Beteiligte Rollen

  • Planer und Elektrofachbetriebe
  • TGA-, Gebäudeautomations- und Energiemanagementteams
  • Betreiber, Facility Management und Flottenverantwortliche
  • Netzanschluss- und Messwesenrollen
  • Bildungsträger, Kammern und Akademien

Benötigte Eingaben

  • Zielgruppe und vorhandenes Kompetenzniveau
  • gewünschte Anlagenkombinationen und Leistungsklassen
  • regionale Netzanschluss- und TAB-Bezüge
  • vorhandene Pläne, Messkonzepte oder Praxisfälle
  • Format, Dauer und erwartetes Transferprodukt

Klare Grenzen

  • das Lehrformat ersetzt keine standortbezogene Elektrofachplanung, Netzverträglichkeitsprüfung oder Betreiberfreigabe
  • Produkt- und Herstellerangaben werden als projektspezifische Eingaben behandelt, nicht als allgemeingültige Auslegung
  • Teilnahme begründet keine Installations-, Prüf- oder Schaltberechtigung und keine gesetzliche Qualifikation

Arbeitsprobe

Musterartefakt: Gebäudeenergie-Systemcanvas

Das Canvas hält Anlagen, Betriebsfälle, Leistungsgrenzen, Steuerung und offene Entscheidungen in einem Bild zusammen.

  • Zielrolle und Systemgrenze
  • Erzeuger, Verbraucher und Speicher
  • Anschlussleistung und Gleichzeitigkeit
  • Messpunkte, Steuerziele und Rückfall
  • Annahme, Prüffrage und Verantwortlicher

Passende Vertiefungen

Messkonzepte

Zählpunkte, Rollen und Datenwege für kombinierte Anlagen entwickeln.

Primärquellen und Stand

§ 14a EnWGgesetzlicher Rahmen für netzorientierte Steuerung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen und Netzanschlüsse

Bundesnetzagentur BK6-22-300Festlegung, Anlagen und Hinweise zur Integration steuerbarer Verbrauchseinrichtungen und Netzanschlüsse

VDE-AR-N 4105:2026-03gültige Anschlussregel für Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz

§ 8 EEGVorgaben zum Netzanschluss von Anlagen und zu den dafür bereitzustellenden Informationen

Systemisches Lehrformat zuschneiden

Nennen Sie Zielgruppe, Vorwissen, Anlagenkombination, typische Leistungsklasse, regionale Bezüge, Format und das gewünschte Transferergebnis.

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